Motorrad transportieren: So gelingt der Transport mit dem Mietanhänger
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Das Bike zur Werkstatt bringen, den Gebrauchtkauf abholen oder in den Urlaub starten: Einen Motorradanhänger mietet man tageweise – deutlich günstiger als ein Transporter und einfacher zu fahren.
Welcher Anhänger passt?
Motorradanhänger haben integrierte Schienen und oft eine Wippe, die das Vorderrad festklemmt – das Motorrad steht damit schon fast von allein. Tieflader und Multitransporter mit Auffahrrampe funktionieren genauso gut, brauchen aber eine Wippe oder einen stabilen Frontanschlag. Für zwei Maschinen gibt es Anhänger mit mehreren Schienen.
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Verladen: zu zweit, mit Plan
Rampe sichern, Motorrad im Schritttempo hochschieben – eine Person schiebt, eine stützt. Bei schweren Maschinen (250 kg+) hilft es, die Rampe möglichst flach zu stellen oder eine zweite Rampe fürs eigene Mitgehen zu nutzen. Vorderrad in die Wippe oder fest gegen den Anschlag, ersten Gang einlegen.
Verzurren in vier Schritten
- Vorn kreuzweise: Zwei Zurrgurte an der unteren Gabelbrücke oder am Rahmen einhängen, schräg nach vorn-außen zu den Zurrösen spannen. Niemals am Lenker ziehen.
- Hinten kreuzweise: Zwei Gurte am Rahmenheck oder den Soziusrasten, schräg nach hinten-außen.
- Federung halb einfedern: fest, aber nicht auf Block.
- Kontrolle nach 10 Kilometern: anhalten, alle Gurte nachspannen – Pflichtstopp bei jedem Motorradtransport.
Seitenständer einklappen, das Motorrad steht ausschließlich in den Gurten. Lose Teile (Spiegel, Gepäck, Verkleidungsteile) abnehmen oder separat sichern.
Typische Fehler
Am Lenker verzurrt, nur zwei Gurte verwendet, Gurte über scharfe Kanten geführt oder der Nachspann-Stopp ausgelassen – das sind die vier Klassiker, die Lack, Lager oder gleich das ganze Motorrad kosten.
Fazit
Mit vier Gurten, einer Wippe und zehn Minuten Sorgfalt transportieren Sie Ihr Motorrad so sicher wie ein Profi. Anhänger online reservieren, Zurrgurte bereitlegen, entspannt fahren.
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Häufige Fragen
Reicht Führerschein Klasse B für den Motorradtransport? ▾
Ja, fast immer. Ein Motorradanhänger wiegt leer 100–300 kg, dazu 150–300 kg Motorrad – die 750-kg-Grenze für ungebremste Anhänger mit Klasse B wird selten erreicht.
Wie viele Zurrgurte brauche ich? ▾
Mindestens vier: zwei vorn kreuzweise über die untere Gabelbrücke oder den Rahmen, zwei hinten am Rahmen oder Soziusrasten. Der Lenker ist kein Zurrpunkt – Lenkkopflager und Armaturen nehmen sonst Schaden.
Muss das Motorrad auf dem Anhänger im ersten Gang stehen? ▾
Ja, ersten Gang einlegen und Vorderbremse zusätzlich mit einem Spanngurt oder Bremshebel-Klemme fixieren. Das verhindert Rollen beim Bremsen und Anfahren.
Federung beim Verzurren komplett zusammenziehen? ▾
Nein. Die Gurte so spannen, dass die Federung etwa zur Hälfte einfedert. Komplett zusammengezogene Federung schädigt Simmerringe, zu lose Gurte lockern sich während der Fahrt.